Vortrag: Tod in der Eiszeit – zwischen reichen Bestattungen und rätselhaften Einzelknochen

20 Jul

Wir laden herzlich ein zum Vortrag von Antje Langer im Rahmen unserer Sonderausstellung Kunst und Lebenswelt der Eiszeit:

Tod in der Eiszeit – zwischen reichen Bestattungen und rätselhaften Einzelknochen

Vor etwa 31 000 Jahren wurden diese Zwillinge liebevoll bestattet (Krems-Wachtberg, Österreich).
© Don Hitchcock

Das Sterben und der Tod von Gruppenangehörigen und Familienmitgliedern begleitet den Menschen seit Beginn der Menschwerdung. Die damit verbundene Trauer und Abschiedshandlungen der Lebenden von den Toten sind allerdings archäologisch in der frühen Entwicklungsphase des Menschen kaum nachvollziehbar. Erst aus der letzten Eiszeit in Europa stammen menschliche Überreste, die ein Schlaglicht auf diese Handlungen werfen. So zeigt sich geografisch und zeitlich ein sehr variables Bild. Neben einzelnen, mit Schnittspuren übersäten menschlichen Knochen in den Siedlungsplätzen der eiszeitlichen Menschen treten auch Teilskelette und mehrstufige Bestattungen auf. Im Vergleich dazu kommen nur selten Körperbestattungen vor. Besonders eindrucksvoll sind jedoch die reich mit Grabbeigaben versehenen Körperbestattungen aus der Zeit vor ca. 30 000 Jahren vor heute. Neben zahlreichem Schmuck, wie z. B. Elfenbeinperlen, findet sich häufig sehr viel Ocker in den Gräbern, der ursprünglich wohl die Kleidung der eiszeitlichen Toten bedeckte. Eine solche Totenbehandlung kann bereits Babys zuteil werden. Zeigt sich hier der soziale Status der Verstorbenen? Erst gegen Ende der Eiszeit werden regelrechte Bestattungsplätze für Verstorbene angelegt. Welche Vorstellungen sich vom Tod die Menschen der Eiszeit genau gemacht haben bleibt im Dunkeln. Sie scheinen aber sehr vielfältig und erstaunlich komplex gewesen zu sein.

Zeit & Ort: am 27. Oktober 2022 um 19 Uhr im Museum Herxheim

Eintritt: 5 €

Reservierungen nehmen wir zu den Öffnungszeiten des Museums telefonisch entgegen unter 07276 502477.
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